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Der Sandrücken, auf dem Alkmaar gebaut wurde, ist ein Dünenrücken von etwa 4000 Jahren alt. Das heißt nicht, dass schon 3000 vor Christus Menschen in diesem Gebiet wohnten. Die frühesten Spuren menschlicher Besiedlung in dieser Stadt stammen aus der Bronzezeit (2100 – 800 v.Chr.). An der Ostseite der „Grote Kerk“ entstand um 900 die erste Siedlung, Allecmere genannt, die sich schließlich zur mittelalterlichen Stadt Alkmaar entwickeln würde. Die große archäologische Ausgrabung im Jahre 2010 auf dem Paardenmarkt brachte zahlreiche spätmittelalterliche Gräber zu Tage, vor allem vom Kampf gegen die Spanier im Jahre 1573; einige Dutzende gefallener Widerstandskämpfer, „geuzen“ genannt,  sollen an dieser Stelle beerdigt worden sein.  Auf dem Paardenmarkt sind die Fundstellen durch eine spezielle Steinsorte gekennzeichnet.  Erklärungstafeln und Bilder erzählen die Geschichte dieses besonderen geschichtsreichen Platzes. Auch ein Grab aus der Eisenzeit wurde hier entdeckt, datierend kurz vor oder nach Anfang unserer Zeitrechnung. Im Flugsand konnte man die Silhouette einer auf der Seite liegenden Person mit angezogenen Knien sehen. Bekanntlich wurden Menschen in der Eisenzeit so begraben. Die Siedlung entwickelte sich an der Ostseite eines mehr im Landesinnern gelegenen Dünenrückens, hinter dem Kirchenhügel, auf dem die Vorgänger der „Grote Kerk“ gebaut wurden. Vielleicht in zweierlei Hinsicht das sicherste Plätzchen in der näheren Umgebung: ein wenig höher gelegen und zudem neben einem frommen Gebetshaus. Von hier verliefen alte Sandwege über die Sandwälle zu folgenden Siedlungen: Heiloo im Süden, St. Pancras und Oudorp im Nordosten. Nach Westen hin gab es jüngere Dünen, den Strand und schließlich das Meer, das mit Flutwellen bis tief ins Land hinein regelmäßig Gefahr bereitete. Nach Osten hin war ein wasserreiches Sumpfgebiet, das schließlich am „Zuiderzee“ endete. Die schönsten archäologischen Funde sind in einem großen Schaukasten im „Stadskantoor“ ausgestellt. Die Archäologen der Stadt haben ihr Büro und ihre Werkstatt am Bergerweg 1.